der schweizerische Katholische Volksverein

SKVV

fördert Initiativen auf kirchlichem, kulturellem und gesellschaftlichem Gebiet im Dienst des christlichen Auftrags für diese Welt

Der SKVV unterstützt Initiativen und Projekte finanziell, welche für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einstehen,
das solidarische und selbstbewusste Zusammenleben in und zwischen den Konfessionen und Religionen fördern,
die Öffnung der katholischen Kirche zur Welt („aggiornamento“) im Sinne des Vat. II (Gaudium et spes)
und die Diakonie als Wesensmerkmal christlichen Lebens voranbringen.

RÜCKMELDUNGEN AUS BEWILLIGTEN PROJEKTEN

Kirche kunterbunt

Familienfest Kirche kunterbunt

Das Bistum St. Gallen und die evangelisch-reformierte Kantonalkirche St. Gallen laden am 13. Juni 2026 zu einem grossen ökumenischen Familienfest im Stiftsbezirk St. Gallen ein. Ziel des Anlasses ist es, Familien zu würdigen, die Familienpastoral sichtbar zu machen und Kirche als offenen, gemeinschaftlichen Ort für Familien erfahrbar zu gestalten. Das Fest soll zeigen, dass Familien in ihrer Vielfalt willkommen sind und eine wichtige Rolle für die Zukunft der Kirche spielen.

Das Programm orientiert sich am Format „Kirche Kunterbunt“ und umfasst eine Willkommenszeit, einen gemeinsamen Auftakt, eine Aktivzeit mit kreativen, spielerischen und meditativen Stationen rund um die Kathedrale sowie eine Feierzeit in der Kirche. Anschliessend folgt ein gemeinsamer Imbiss mit Spielmöglichkeiten. Das Fest richtet sich an Kinder mit ihren Bezugspersonen und ist für Familien kostenlos.

Organisiert wird der Anlass von einem ökumenischen OK unter Einbezug vieler Freiwilliger. Grundlage der Planung ist eine herzliche, einladende und ressourcenorientierte Grundhaltung, die dem Geist von „Kirche Kunterbunt“ entspricht.


Das Projekt wurde vom SKVV mit einem Beitrag von CHF 5'000 unterstützt.

Glaubenspiazza

social community Glaubenspiazza

Glaubenspiazza ist eine digitale Plattform für Austausch, Inspiration und Glaubenskommunikation. Sie bringt Menschen aus verschiedenen Regionen und kirchlichen Kontexten zusammen und schafft einen offenen Raum, in dem Fragen zum Glauben, persönliche Erfahrungen und spirituelle Impulse geteilt werden können.

Auf der Website und über Social-Media-Kanäle erscheinen regelmässig kurze Impulse, Gedanken zum Sonntag, Lesetipps oder Beiträge aus der Community. Ziel ist es, Glauben im Alltag sichtbar und dialogfähig zu machen – nicht durch Belehrung, sondern durch Austausch und gemeinsames Nachdenken.

Getragen wird das Projekt von einem Netzwerk engagierter Theologinnen und Theologen, Religionspädagoginnen und -pädagogen sowie weiteren Interessierten aus der Deutschschweiz. Gemeinsam möchten sie Menschen innerhalb und ausserhalb der Kirche miteinander vernetzen und neue Formen der digitalen Glaubenskommunikation erproben.

So versteht sich Glaubenspiazza als «digitaler Marktplatz des Glaubens»: ein Ort, an dem Glauben geteilt, diskutiert und neu entdeckt werden kann.

Das Projekt wurde vom SKVV mit einem Beitrag von CHF 10'000 unterstützt.

Gleichwürdig unterwegs

Allianz Gleichwürdig Katholisch (AGK)

Gleichwürdig unterwegs ist ein praxisnahes Instrument der AGK, das katholische Organisationen und Teams dabei unterstützt, Gleichwürdigkeit konkret, reflektiert und nachhaltig zu leben. In einem spielerischen, flexiblen Prozess verbindet das Projekt die Sichtbarkeit eines freiwilligen Labels mit individueller Selbstverpflichtung und eigenständigen Entwicklungswegen.

Nach der erfolgreichen ersten Phase (2023–2025), in der das Instrument entwickelt und in verschiedenen Kontexten erprobt wurde, steht ab November 2025 die zweite Projektphase «Lancierung und Etablierung» an. Ziel ist es, die erarbeiteten Materialien zu veröffentlichen, bekannt zu machen und in der kirchlichen Praxis zu verankern. Prioritär angesprochen werden professionelle Teams in Pfarreien, daneben auch ehrenamtliche Gruppen, Vereine und Projektteams.

Im Zentrum steht ein Kreislaufprozess, der Teams dazu anleitet, ihre Haltungen, Strukturen und ihr Handeln kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die Auseinandersetzung erfolgt entlang von sechs Handlungsfeldern: Entscheidungskultur, Kommunikation, Veranstaltungen, Seelsorge, Liturgie und Theologie sowie Missbrauchsprävention. Begleitet wird der Prozess durch ein Begleitheft, zwei Kartensets sowie umfangreiches Kommunikationsmaterial.

In der zweiten Phase sollen mindestens 30 Teams aktiv mit Gleichwürdig unterwegs arbeiten, davon 20 professionelle Teams. Zudem ist ein Austauschtreffen zur Vernetzung und gemeinsamen Weiterentwicklung geplant.

Das Projekt wurde vom SKVV mit einem Beitrag von CHF 5'000 unterstützt, um Lancierung, Öffentlichkeitsarbeit und Etablierung des Instruments zu ermöglichen.

"Auf Wiboradas spuren"

Projekt Hörwanderungs-App „Auf Wiboradas Spuren“

St.Gallen feiert am 2. Mai 2026 den 1100. Todestag der Inklusin Wiborada von St.Gallen. Diese erste kanonisch heiliggesprochene Frau überhaupt, welche die Stadt St.Gallen vor der Zerstörung bewahrt hat, wird ins kollektive Bewusstsein zurückgeholt und ihre Bedeutung für die Gesellschaft sichtbar gemacht. 

Mit der Hörwander-App "Auf Wiboradas Spuren" wird eine interaktive und immersive Stadtwanderung durch St. Gallen geschaffen, die die Zuhörer:innen auf eine akustische Zeitreise ins 10. Jahrhundert mitnimmt. Die App verbindet historische Fakten mit szenischen Hörspiel-Elementen, modernem Sounddesign und geolokalisiertem Storytelling. Die Hörwanderung ist sowohl ein kulturelles Erlebnis für Tourist:innen und Geschichtsinteressierte, wie auch ein wertvolles Vermittlungsangebot für Bildungsinstitutionen. Sie bietet eine spannende Möglichkeit, Geschichte durch das eigene Gehen und Zuhören sinnlich erfahrbar zu machen.  

Deshalb unterstützt der SKVV dieses Projekt:

  • Das verspätete Bekannt- und Sichtbarmachen der Heiligen Wiborada steht beispielhaft für Frauen in Gesellschaft und Kirche(n), deren Wirken systematisch ignoriert und vergessen wurde. Heilige Frauen erhalten damit über die kirchlichen Milieus hinaus Sichtbarkeit.
  • Das Projekt ist innovativ und ist sowohl als Instrument der Kulturvermittlung wie als spirituelles Angebot für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv.
  • Die Träger:innenschaft des Projektes ist zwar keine Laienorganisation, sondern eine professionelle Kulturvermittlungs-Organisation. Im Verein zu Wiborada 2026 sind aber viele Menschen freiwillig engagiert. Zudem sind verschiedene kirchliche Akteu:innen aktiv involviert.

Sämtliche Anlässe zum Jubiläumsjahr sind in der Agenda zu finden.